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Lupe Steffi Graf siegt gegen den WDR

Ein witzig gemeintes Radioquiz ist vor Gericht entschieden worden. Die Gewinnerin ist Steffi Graf.

Spiel, Satz und Sieg für Steffi Graf: Der frühere Tennisstar hat sich am Freitag vor dem Kölner Landgericht in einem Rechtsstreit gegen den Westdeutschen Rundfunk durchgesetzt. Das meldet die Nachrichtenagentur AP Wie Justizssprecher Heinz Georg Schwitanski mitteilte, verpflichtete sich der WDR in einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, einen Radiobeitrag nicht mehr auszustrahlen, in dem Graf und ihr Mann Andre Agassi beim Liebesspiel zu hören sein sollten. Graf verzichtete im Gegenzug auf eventuelle weitere Ansprüche. Die Kosten des Verfahrens trägt der WDR.
Satirisch gemeint
Die frühere Tennisspielerin fühlte sich vom WDR in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt. Dabei ging es um einen von dem Sender als satirisch gesehenen Beitrag, der im Programm WDR 5 am 29. Dezember 2004 lief. In der Sendung «Große Augenblicke - Das Neugier-genügt-Rätsel» wurde nach Angaben des Gerichts eine Liebesnacht akustisch dargestellt. Die Beteiligten machten wechselseitig Vorschläge für den Namen des zu zeugenden Kindes und landeten schließlich bei Jaden Gil, wodurch der Zuhörer auf Graf und ihren Ehemann André Agassi als das dargestellte Paar kommen sollte.

Graf und Agassi sind seit Oktober 2001 verheiratet und haben zwei Kinder, den dreijährigen Jaden Gil und die anderthalbjährige Jaz Elle. Graf hat sich vor Gericht durch ihren Anwalt vertreten lassen. (nz)