netzeitung.de27.660 Euro für 30 Sekunden Werbung vor Harald Schmidt

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Harald Schmidt (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Harald Schmidt
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Am 23. Dezember beginnt Harald Schmidts neue Late-Night-Show. Im kommenden Jahr lässt sich die ARD einen Werbeblock vor der Sendung ordentlich bezahlen.

Über die hohen Kosten der Rückkehr Harald Schmidts zur ARD ist bereits heftig diskutiert worden. Eine Möglichkeit, das Geld wieder herein zu bekommen, sind Werbeeinnahmen.

Die ARD zeigt die Late-Night-Show «Harald Schmidt» jeweils um 23 Uhr. Zu dieser Zeit darf der öffentlich-rechtliche Sender keine Werbung zeigen, denn das geht nur bis 20 Uhr. Gemäß § 16 des Rundfunkstaatsvertrages (RstV) dürfen die Programme von ARD und ZDF im Jahresdurchschnitt werktäglich maximal 20 Minuten Werbung enthalten. Sonntags und an Feiertagen, sowie werktags ab 20 Uhr ist die Ausstrahlung von Werbespots untersagt.

Doch wird es neben dem nächtlichen Termin noch zwei kleine Best-Of-Shows geben - «Das Beste von Harald Schmidt» - die im kommenden Jahr jeweils donnerstags und freitags um 19:45 Uhr laufen sollen, sagte ein ARD-Sprecher der Netzeitung. Vor denen kann geworben werden, zu ordentlichen Preisen. Laut Informationen der Netzeitung ist der Monat Januar, wenn die Show richtig startet - die Sendung am 23. Dezember ist sozusagen eine Sondersendung - der günstigste: 30 Sekunden vor Beginn des «Best Of» kosten 18.420 Euro. Im Februar ist es schon teurer: 21.900 Euro, und der März bringt das Jahreshoch mit 27.660 Euro. Im Sommer werde es wieder günstiger. Juli und August sind ohnehin für Schmidts Sommerpause vorgesehen.

27.660 Euro gelten unter Experten nicht als übertrieben hoher Preis. Bei Sat.1 können 30 Sekunden bis zu 72.000 Euro kosten. Laut Informationen der Netzeitung von einem ARD-Mitarbeiter liegt die Summe für 30 Sekunden während der Übertragung eines wichtigen Fußballspiels bei der ARD allerdings auch schon mal bei 189.000 Euro. Auf jeden Fall scheint Schmidt während seiner «kreativen Pause» heftig zugelegt zu haben. 30 Sekunden Werbung während «Anke Late Night» kosteten 7.170 Euro, wie die Netzeitung hörte. Und das, hieß es, sei bei Schmidt zu seiner Zeit dort etwa gleich gewesen. (nz)