21. Sep 2004 17:26
Die Rundfunkgebühren sollen im kommenden April um 86 Cent steigen. Dies ist den Intendanten der ARD-Sender zu wenig.
Unterstützung erhielten die Sender vom Deutschen Journalistenverband (DJV), der den Ministerpräsidenten vorhielt, gegen die Verfassung verstoßen zu haben. Sie hätten eine Empfehlung der unabhängigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) missachtet. Demnach sollten die Gebühren bereits zum 1. Januar 2005 um 1,09 Euro im Monat steigen.Der Vorsitzende der Rundfunkkommission, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), warnte indes vor einer Klage in Karlsruhe. Mit der EU-Kommission werde es bald eine Debatte über die Finanzierungsgrundsätze geben. «Und in dieser Zeit die bisher stehenden Regeln auch noch unsicher zu machen, das muss man drei Mal überlegen im wohl verstandenen Interesse unseres öffentlich-rechtlichen Fernsehens und Hörfunks», so Beck.