netzeitung.deUS-Sender CBS entschuldigt sich bei Bush

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Als Fälschung hat der US-Sender CBS angebliche Dokumente über den Militärdienst von US-Präsident Bush identifiziert - und sich bei dem dafür entschuldigt, die Schriftstücke in einem Beitrag verwandt zu haben.

Der US-Fernsehsender CBS hat sich am Montag wegen eines Beitrags über den Militärdienst von Präsident George W. Bush in der Nationalgarde entschuldigt. Der Sender sei getäuscht worden, hieß es, Dokumente, die für einen Beitrag am 8. September verwendet wurden, seien nicht echt gewesen.

In der von Dan Rather moderierten Sendung «60 Minutes» war Bushs Darstellung über seinen Dienst in der Nationalgarde zu Zeiten des Vietnamkriegs angezweifelt worden. «Wir hätten die Dokumente nicht verwenden dürfen», sagte CBS-Präsident Andrew Heyward. «Das war ein Fehler, den wir sehr bedauern.»

CBS kündigte eine unabhängige Untersuchung an. Auch Moderator Rather entschuldigte sich persönlich: «Wir haben uns in der Beurteilung getäuscht, und das tut mir Leid.»

Einige Sachverständige hatten schon kurz nach der Sendung die Echtheit der dort präsentierten Schriftstücke angezweifelt. Der Sender beharrte jedoch zunächst darauf, dass die Dokumente authentisch seien. Später gestand CBS ein, dass der Sender getäuscht worden sei.

Verbindung zu Kerry vermutet
Ein Sprecher des Weißen Hauses reagierte auf die Entschuldigung mit der Bemerkung, die Affäre werfe Fragen über Verbindungen der CBS-Quelle und dem Wahlkampfteam von Bushs demokratischem Herausforderer John Kerry auf.

Die oppositionellen Demokraten werfen dem Präsidenten vor, Anfang der 70er Jahre seinen Militärdienst vernachlässigt und sich regelwidrig von seinen Pflichten entfernt zu haben. (nz)