netzeitung.deGeringerer Anstieg der Rundfunkgebühren erwartet

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Die Rundfunkgebühren steigen möglicherweise geringer als erwartet. Laut einem Pressebericht wird eine Erhöhung um mehr als 90 Cent für wenig wahrscheinlich gehalten.

Die Rundfunkgebühren sollen um weniger als 90 Cent angehoben werden. Das berichtet das «Handelsblatt» unter Berufung Kreise des öffentlichen-rechtlichen Fernsehens. Danach wird mittlerweile von einer Anhebung der Rundfunkgebühren von unter 90 Cent im Monat ausgegangen. Vor allem Sachsen, aber auch Bayern und Nordrhein- Westfalen würden weiter auf harte Sparmaßnahmen bei ARD und ZDF drängen und eine deutlich niedrige Gebührenanhebung fordern, schreibt das Blatt.

Die unabhängige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Funk- und Fernsehanstalten hatte vorgeschlagen, die monatlich fällige Gebühr zu Jahresbeginn um 1,09 Euro auf 17,24 Euro zu erhöhen. Fast neun Zehntel der Bevölkerung lehnen dies laut einer Forsa-Umfrage ab, wie der private Fernsehsender N24 berichtete.
Kompromiss
Mehrere Ministerpräsidenten wollen am morgigen Montag in Berlin bei einem Treffen mit dem ARD-Vorsitzenden Jobst Plog und ZDF-Intendant Markus Schächter einen Kompromiss aushandeln. Der «Süddeutschen Zeitung» zufolge schwebt den sechs Länderchefs, darunter Edmund Stoiber (Bayern) und Peer Steinbrück (Nordrhein-Westfalen), eine Erhöhung um 90 bis 95 Cent vor.

Das «Handelsblatt» hingegen zitiert den Leiter der Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt, Rainer Robra, mit den Worten: «Ich rechne damit, dass die Gebührenerhöhung zwischen 0,85 und 0,90 Euro liegen wird.» (nz)