09. Aug 2004 11:44
In der ARD hat «BamS»-Chefredakteur Strunz eine Volksabstimmung über die Rechtschreibreform gefordert. KMK-Präsidentin Ahnen sagte, die Mehrzahl der Menschen habe andere Sorgen.
Doris Ahnen, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), lehnte eine Volksabstimmung ab. Ahnen sagte, «zur guten Demokratie gehört auch Verlässlichkeit. Wir können nicht alle drei Tage die Pferde wechseln». Außerdem habe die Mehrzahl der Deutschen «ganz andere Sorgen». Es gebe einen einstimmigen Beschluss der Kultusminister der Länder, die neue Rechtschreibung am 1. Juli 2005 einzuführen. CDU-Vize Jürgen Rüttgers kritisierte die mangelnde Einheitlichkeit der neuen Rechtschreibung. Er forderte die Reform zu überarbeiten und «nicht von oben zu degradieren».
Auf die finanziellen Folgen einer Rücknahme der Reform wies Fritz von Bernuth hin. Der Chef des Schulbuchverlags Cornelsen meinte dass die Umstellung pro Buch zwischen 6000 und 10.000 Euro kosten würde. (nz)