CDU greift «Frankfurter Rundschau» an
05.05.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Die CDU-Mehrheit im hessischen Landtag will durchsetzen, dass Zeitungen, an denen politische Parteien beteiligt sind, künftig gekennzeichnet werden. Die Opposition im hessischen Landtag, SPD und Grüne, fordern im Gegenzug, dass Zeitungen grundsätzlich ihre Gesellschaftsverhältnisse aufdecken.
Christdemokraten und eher konservativ ausgerichtete Medien stellen schon seit langem die Medienbeteiligungen der SPD in Frage, die sich aus der Tradition der sozialdemokratischen Parteiblätter entwickelt hat. Die DDVG hat den Grundsatz, sich niemals als Mehrheitsgesellschafter zu engagieren, bei der »FR« aufgegeben, weil sich ein anderer Investor kurzfristig nicht gefunden hatte und die Zeitung vor dem Konkurs gerettet werden musste. Sie beteuert, dass sie niemals publizistisch Einfluss nehme, was Chefredakteure von Zeitungen, an denen die Holding beteiligt ist, bestätigen.
Trotz geringerer Parteispenden verfügt die SPD über mehr Geld als die CDU, weil sie unternehmerisch tätig ist. (nz)

