netzeitung.deTageszeitungen stagnieren oder verlieren

 Herausgeber: netzeitung.de

Die offizielle Auflagenkontrolle sieht bei den Tageszeitungen keine signifikanten Aufwärtstrends.

Die Tageszeitungen haben im gegenwärtigen Marktumfeld zu Teil mit herben Auflagenrückgängen zu kämpfen: Wie die Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) zeigen, mußten vor allem die Zeitungen des Axel-Springer-Verlages Verluste hinnehmen. So verlor die «Bild»-Zeitung im Jahresvergleich fast fünf Prozent ihrer verkauften Auflage - rund 195.000 weniger Deutsche kauften das größte Boulevard-Blatt des Landes. Auch die «Welt» büßte im Vorjahresvergleich kräftig ein - ein Rückgang von 3,1 Prozent wurde vermeldet; damit nähert sich das Blatt der Verkaufszahl von 200.000 von oben.

Die «Süddeutsche» hält mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent nach eigenem Verständnis die «Spitzenposition im Markt der überregionalen Abonnement-Tageszeitungen». Sie verkaufte demnach etwa 430.000 Exemplare täglich.

Damit liegt das Blatt aus München weiter vor der FAZ - die zwar einen leichten Zuwachs von 1,8 Prozent meldet - und mit diesem eher stagnativen Wert weiter unter der Marke von 400.000 verkauften Exemplaren bleibt. Erstmals waren die Frankfurter Ende 2002 unter diese Marke gerutscht. Eine signifikante Trendwende ist nicht in Sicht.

Weiter am Abrutschen ist die «Frankfurter Rundschau» (FR) ihren Abwärtstrend nicht stoppen. Einer Verlagsmitteilung zufolge verkaufte sie im 1. Quartal 2004 montags bis samstags etwa 181.000 Exemplare - 4.501 weniger als im Vergleichzeitraum 2003. Besorgniserregend für die FR: Auch die Abonnenten bröckeln. Noch sind es etwa 112.000 feste Bezieher, ein Verlust von 8.000. (nz)