02. Apr 2004 09:19
Durch einen Liegenschaftsverkauf ist dem Schweizer Medienkonzern NZZ der Sprung aus den roten Zahlen gelungen. Im Zuge eines rigorosen Sparkurses wurden auch fünf Prozent der Stellen abgebaut.
Die vor allem durch die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) bekannte Schweizer NZZ-Gruppe hat im Jahr 2003 durch einen Liegenschaftsverkauf wieder die Gewinnzone erreicht. Das berichtete die NZZ am Freitag. So sei nach einem Rekordverlust im Jahr 2002 von 49,7 Millionen Franken (31,8 Millionen Euro) im Vorjahr wieder ein Reingewinn von 3,8 Millionen Franken erzielt worden.Der Betriebsverlust (Ebit) sei durch einen rigorosen Sparkurs von 31,8 Millionen auf 8,7 Millionen Franken reduziert worden. Der Verkauf der Liegenschaft habe zu einen Buchgewinn von zwölf Millionen Franken geführt.
Den Angaben zufolge erwies sich vor allem die St. Galler Tagblatt-Gruppe als ertragsstark. Dagegen hätten die Konzernteile Berner Bund-Gruppe und die NZZ erneut eine Fehlbetrag erzielt. Der Umsatz sei um 4,2 Prozent auf 461,4 Millionen Franken und damit zum dritten Mal in Folge gesunken. Auch das Anzeigengeschäft habe sich weiter rückläufig entwickelt. Im Jahr 2003 seien 105 Stellen abgebaut worden, die meisten davon im Stammhaus. Das entspreche fünf Prozent des Personalbestandes. Der Verwaltungsrat werde die Auszahlung einer Dividende von 100 Franken je Aktie vorschlagen, schrieb die «NZZ» weiter. Im Rekordjahr 2000 hatte sie noch 2000 Franken betragen. (nz)