netzeitung.deFAZ-Herausgeber: Internet ersetzt die gedruckte Zeitung nachhaltig

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Günter Nonnenmacher sieht erstmals eine Substitution im Medienbereich.

Das Internet «macht natürlich Sorgen»: So jedenfalls sieht es einer der Herausgeber der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Im Interview mit der Wiener Tageszeitung «Die Presse» sagt Nonnenmacher, es sei das erste Mal in der Mediengeschichte, «dass das Hinzukommen eines neuen Mediums nicht den Markt erweitert, sondern Substitution eintritt».

Für die eigene Zunft ist Nonnenmacher nüchterner Realist: «Alle Studien aus Amerika, aber auch aus Europa zeigen, dass immer weniger junge Leute immer weniger Zeitung lesen. Wir konnten uns damit trösten, dass spätestens, wenn die Leute 40 und in verantwortlichen Positionen sind, die doch die FAZ kaufen.»

Dies führt in Nonnenmachers Einschätzung dazu, dass «die Leute bei ihren Informationsgewohnheiten ihrer Jugend» blieben und «im Internet ein Medium» hätten, «in dem auch in der Tiefe recherchiert werden kann». Sein Fazit: «Das gab es früher nicht - insofern fürchte ich, dass wir etwas dagegen tun müssen.»

Für den FAZ-Herausgeber liegt die Strategie in der Qualität: «Ich glaube, wir können die anderen Medien letztlich nur durch Verlässlichkeit und Qualität schlagen. Kann sein, dass das nicht zu Auflagensteigerungen führt, aber wir müssen die Kernkundschaft, die Eliten in Deutschland, halten.» (nz)