netzeitung.de«Angel» vom Sender gepfählt

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David Boreanaz, 'Angel' (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe David Boreanaz, 'Angel'
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die fünfte Staffel wird die letzte sein: Nach der Vampirjägerin Buffy gibt auch «Angel» den Kampf gegen das Böse auf - unfreiwillig.

In Deutschland blieben die Fans von «Angel» (David Boreanaz) schon im vergangenen Jahr frustriert zurück. Mitten in der laufenden Staffel setzte der Sender Pro7 die Vampirsaga aus den USA ohne Begründung ab. Die ausgefallenen Folgen wolle man später nachholen, hieß es damals auf der Website des Münchener Medienunternehmens.
Macher ist «untröstlich»
Die Chancen für einen TV-Wiederauftritt des Vampirs mit Seele dürften nun nicht gerade gestiegen sein: «Angels» US-Heimatsender WB gab nun bekannt, dass die Serie nach der laufenden fünften Staffel nicht mehr weiter geführt wird. Mit der frühzeitigen Ankündigung wolle man Erfinder und Regisseur Joss Whedon («Buffy, die Vampirjägerin«) »die Chance zu einem großen Finale« geben.

Whedon selbst war von der Entscheidung augenscheinlich überrascht und nach eigenen Angaben »untröstlich«. Der Nachrichtenagentur AP sagt er: »Ich dachte, wir hätten unseren Stil gefunden. Das ist ein großer Schock.«

Kleinere Filme geplant
Die Serie, einst als Spin-Off der mittlerweile ebenfalls beendeten TV-Serie »Buffy, die Vampirjägerin« gestartet, hatte eine kleine, aber treue Fangemeinde. Die beweinten in flugs eingerichteten Weblogs denn auch das Aus. Ein Fan brachte die Trauer auf den Punkt: »Es ist unfassbar, dass Schund wie 'Charmed' weitergeht, während innovative und intelligente Serien wie 'Angel' eingestellt werden, weil sie den Leuten zu kompliziert sind.« Augenscheinlich waren dem Sender die Quoten im Vergleich zu den Produktionskosten zu gering.
Kommt Buffy zurück?
Den Fans versprach man aber immerhin einige kleinere TV-Filme, um die Saga um einen Untoten aus dem 18. Jahrhundert fortzuführen, der seine früheren Übeltaten im heutigen Los Angeles im Kampf gegen die Dämonenwelt zu sühnen sucht.

Whedon will nun mit der «Buffy»-Hauptdarstellerin und früheren «Angel»-Geliebten Sarah Michelle Gellar über einen Auftritt in einer Abschiedsfolge sprechen. «Ich vermute, sie will nicht», so Whedon. «Aber ich werde es herausfinden». Gellars Ausstieg hatte die Serie «Buffy» beendet. (nz)