netzeitung.deRumsfeld mag die deutschen Medien nicht

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Nicht nur am «alten Europa» im Allgemeinen stört sich US-Verteidigungsminister Rumsfeld. Sondern auch am deutschen Fernsehen im Besonderen.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat die Berichterstattung des deutschen Fernsehens über Irak kritisiert. Die Berichte seien «voreingenommener als bei Al Dschasira» gewesen, sagte Rumsfeld am Freitag in München.

Rumsfeld selbst allerdings hatte in diesem Zusammenhang das deutsche Fernsehen nicht erwähnt, das tat anschließend ein Regierungsbeamter für ihn: Rumsfeld habe bei dem Vergleich die deutschen Medien gemeint.

Hintergrund dieser Äußerung ist eine Analyse der Voreingenommenheit europäischer Medien, die Rumsfeld von Daniel Coats, dem US-Botschafter in Deutschland, vorgelegt worden war. Darin wird Deutschland als Land mit den voreingenommensten Medien erwähnt.

Wenn dies stimme, sagte Rumsfeld, «dann überraschte es niemanden, dass wer dauernd mit Ungenauigkeiten bombardiert wird, nach einer Zeit auch anfängt diese Ungenauigkeiten zu glauben.»

Vor einem Jahr hatte sich Rumsfeld im Zusammenhang mit der Haltung einer europäischer Länder zu Irak über das «alte Europa» beschwert. (nz)