BBC-Intendant Dyke tritt zurück
29.01.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Der Vorstand des britischen Senders hatte am Donnerstag über die Konsequenzen aus der scharfen Kritik der Hutton-Kommission an der Berichterstattung der BBC beraten. Lordrichter Hutton hatte dem Sender vorgeworfen, einen Bericht über den Umgang der Regierung mit Geheimdienstinformationen vor der Veröffentlichung nicht geprüft zu haben und dieses Versäumnis später nicht eingeräumt zu haben.
Der frühere UN-Waffeninspektor David Kelly, dem in dem Bericht Vorwürfe gegen die Regierung in den Mund gelegt worden waren, die er nie gemacht hatte, beging später Suizid.
Die Regierung hatte von der BBC eine Entschuldigung verlangt. Wie der Sender berichtete, werde die Regierung möglicherweise auf weiteren Rücktritten bestehen.
Die Tageszeitung «Independent» ließ auf ihrer Titelseite die für das Aufmacherfoto reservierte Stelle weiß und warf die Frage auf, ob der Untersuchungsbericht die Regierung habe «reinwaschen» sollen. (nz)

