15. Jan 2004 16:52
Die Frau an der Spitze des Bertelsmann-Konzerns spricht über ihren Kritiker – ihren jüngsten Sohn.
Die Vorsitzende der Bertelsmann-Verwaltungsgesellschaft, Liz Mohn, hat sich in einem Interview mit der «Bunten» erstmals zu einer Story des Wall Street Journal geäußert, in welcher einige private Details über die Familie beschrieben wurden. Der jüngste Sohn der Familie, Andreas Mohn, hatte dem WSJ erzählt, dass er uns seine Geschwister erst sehr spät erfahren hatten, dass Firmenpatriarch Reinhard Mohn ihr wahrer Vater war. Bis in die Pubertät war den Kindern erzählt worden, ein anderer sei ihr Vater, um Mohn, der damals noch verheiratet war, zu schützen.Die «Bunte» stellt ihr die Frage: «Ihr jüngster Sohn Andreas arbeitet als einziges ihrer Kinder nicht bei Bertelsmann, er ist Künstler, gilt in der Öffentlichkeit aber auch als Problemkind.» Frau Mohn antwortet: «Andreas ist hochintelligent und hoch begabt. Als junger Mensch war er schwer krank – wir wissen bis heute nicht, was es war, und es hat sich bis heute noch nicht gegeben. Ich bin froh, dass er im Augenblick sein Leben so gestalten kann.»
Liz Mohn weiter über Andreas Mohn: «Er ist von seiner Veranlagung her ein sehr wertvoller Mensch mit vielen Begabungen.» Danach zieht Frau Mohn eine Bilanz des Verhältnisses zu einem «Kind in Opposition» («Bunte»): «Es ist für uns Eltern sehr schwer. Wir haben viele schwere Jahre gehabt – Jahrzehnte, kann man sagen.» Allerdings habe es eine Entwicklung gegeben: «Als Eltern haben wir begreifen müssen, dass es auch beim Helfen Grenzen gibt. Er muss seinen Weg gehen, er ist ein erwachsener Mann.» (nz)