Medienkritiker: Foltermethoden bei RTL
Am 11. Februar will sich die dafür zuständige Gemeinsame Stelle der Landesmedienanstalten mit der Frage beschäftigen - dann aber ist die Sendung längst vorbei. Deren Pressesprecher Peter Widlok bezweifelte ohnehin, dass eine solche Beanstandung Aussicht auf Erfolg habe. Entscheidend sei, dass die Teilnehmer der Experimente jederzeit aussteigen könnten, sagte Widlok der Nachrichtenagentur AP.
Die RTL-Stars wüssten genau, was das Spiel von ihnen verlange. Deshalb sei nicht genau zu beurteilen, ob Reaktionen wie Erschrecken oder Weinkrampf nicht auch inszeniert seien.
«Es ist einfach so, dass man schlicht und einfach nicht so mit Menschen umgeht», sagte Groebel. Dass die im australischen Dschungel ausgesetzten Stars bei einer Verweigerung der Prüfung nichts zu essen bekämen, bezeichnete Groebel als Erpressung: «Das ist von der Konstruktion schon ziemlich perfide.» Der Medienwissenschaftler sagte, er sei «baff, dass RTL, ein Sender, der sich ein gutes Image aufgebaut hat, so etwas macht». (nz)
