Schmidt an seinen Fans gescheitert
Das Institut stellte fest, dass die Sendung eine «ungeheure Entwicklung» durchlaufen habe: «Während er in der Startphase seiner Show mit Boshaftigkeit und Sarkasmus Schrecken verbreitete und Empörung hervorrief, reifte er im weiteren Verlauf zu einem zunehmend subtiler und kunstvoller agierenden Magier. Immer enger zog er seine Zuschauer in seinen Bann und immer intimer wurde die Nähe zu seinem Publikum. Wie in einer alten Ehe reichte zum Schluss sein charakteristisches Räuspern oder sein spezieller Griff zur Brille, um seinen witzigen Wendungen schon im Ansatz zu folgen.»
Schmidt sei so zum «Hohepriester der Spaßgesellschaft» geworden, der die Leute am Abend vor dem Bildschirm versammelte, um ihnen «die Absolution» für den Tag zu erteilen. Aber wie bei jedem Amt ist die Nähe zum Volk eben meist der Anfang vom Ende. (nz)

