Streit vor laufenden Kameras
Schmidt, der sichtlich bemüht war, eine friedliche Stimmung zu erzeugen und bereits für die Abschiedssendung am 23. Dezember probte (er wird «I Did It My Way») singen, äußerte sich in einem Nebensatz über die Geschenke vom Vorjahr. Völlig unerwartet platzte Suzana in einen schon beendeten Dialog zwischen Schmidt und Andrack und beschwerte sich, dass sie im Vorjahr geschmacklose Geschenke erhalten habe. Schmidt, der sein Geschenk offenbar nie verwendet hat (12-teiliges Hörbuch «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit»), verteidigte seine Geschenke. Als Suzana ihm vorwarf, sein Geschenk sei geschmacklos, sagte Schmidt, er habe sein Geschenk für sie eben mit Bedacht gewählt.
Zuvor hatte Herr Andrack bekanntgegeben, dass er eine Firma mit den Schwerpunken Medien, Bier und Fußball gegründet habe. Seine erster prominenter Kunde sei Reinhold Beckmann. Er werde der ARD, von der in der Sendung erneut auffällig oft die Rede war, vorschlagen, Maischberger auf Montag zu verlegen und Beckmann dann bis Freitag täglich durchzuziehen. Er bot Schmidt an, auch für ihn zu arbeiten, er könne Schmidt eine gewisse Medienpräsenz verschaffen.
Im Anschluss gab es eine rührende Ehrung für alle Mitarbeiter. Jeder einzelne wurde beim Namen genannt und erhielt eine Medaille für seine Leistung umgehängt. Manchen Mitarbeitern standen die Tränen in den Augen. Für einen kurzen Moment vermischten sich Komik und Ernst, und Harald Schmidt verlor offenbar beabsichtigt, tatsächlich die Kontrolle über die Sendung. (nz)

