09.12.2003
Herausgeber: netzeitung.de
ARD-Vizechef Fritz Pleitgen
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Harald Schmidt wird, seit bekannt wurde, dass seine Show bei Sat.1 eingestellt wird, heiß umworben. Er sei für uns wie geschaffen, sagte ARD-Vizechef Pleitgen. Thema: Ende der Schmidt-Show Rohner: Keine Schuld am Rückzug Schmidts Kulturstaatsministerin und Stefan Raab bedauern Ende der Schmidt-Show Premiere und ZDF sind an Schmidt interessiert Medienexperte: Sat.1 hat nun viele Probleme Schmidt: Zu teuer
Die ARD hat Harald Schmidt angeboten, ins öffentliche-rechtliche Fernsehen zurückzukehren. «Ich bin an Harald Schmidt und seiner Rückkehr zu uns höchst interessiert», sagte WDR-Intendant und ARD-Vizechef Fritz Pleitgen der «Süddeutsche Zeitung»
Pleitgen hob Schmidts intellektuellen Anspruch hervor. Damit sei der TV-Satiriker «für das öffentlich-rechtliche Fernsehen wie geschaffen», betonte er. Er respektiere aber zunächst den offensichtlichen Wunsch Schmidts, erst einmal in Ruhe gelassen zu werden. «Ich will Schmidt nicht gleich bedrängen», sagte der WDR-Intendant.
100 Mitarbeiter werden arbeitslosÄhnlich äußerten sich Sprecher von ARD und WDR. Sie verwiesen auf die Aussage von ARD-Programmdirektor Günter Struve. Der hatte Harald Schmidt als einen hervorragenden Protagonisten bezeichnet, mit dem momentan aber «keine Gespräche» geführt würden.
Unterdessen bestätigte Schmidts Produktionsfirma Bonito, dass die rund 100 Mitarbeiter seines Teams zum 1. Januar arbeitslos werden. Ob sie möglicherweise in den Zukunftsplänen des Late-Talkers ein Rolle spielen, blieb offen. (nz)