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Rohner: Bin nicht schuld am Rückzug Schmidts

09. Dez 2003 19:44
Urs Rohner, Vorstandschef der ProSiebenSAT.1 Media AG
Der Vorstandschef der ProSiebenSAT.1 Media AG, Rohner, hat jegliche Schuld am Ende der «Harald Schmidt Show» von sich gewiesen. Er kündigte eine neue Late-Night-Show an.

Das Ende der «Harald Schmidt Show» steht nach den Worten des Vorstandvorsitzenden der ProSiebenSAT.1 Media AG , Urs Rohner, in keinem direkten Zusammenhang mit den Veränderungen an der Spitze des Senders Sat.1. «Das war eine persönliche Entscheidung von Harald Schmidt, die definitiv nichts mit dem Geschäftsführerwechsel und nichts mit Geld zu tun hat», sagte Rohner der Zeitung «Die Welt».

Rohner verteidigte zugleich die jüngsten Personalentscheidungen des Konzerns. So sei der Sat.1-Chef und Schmidt-Freund Martin Hoffmann nicht aus persönlichen Ressentiments entlassen worden, wie in Medienberichten behauptet wurde. «Das ist Unsinn. Wer mich kennt, weiß, dass ich noch nie aus persönlichen Gründen eine Entscheidung getroffen habe», sagte Rohner der Zeitung zufolge. Bei der Entscheidung seien auch keine Aufsichtsräte übergangen worden. Rohner erwartet demnach mit Blick auf die Aufsichtsratssitzung am Mittwoch auch keine Auseinandersetzungen.

Rohner kündigt «witziges» Format an

Rohner kündigte überdies an, dass schon bald auf Sat.1 eine neue Late-Night-Show zu sehen sein werde. Der Moderator der Sendung stehe jedoch noch nicht fest. Es solle ein «witziges, tagesaktuelles Format» sein, das «an die Tradition der amerikanischen Nacht-Talker Jay Leno oder David Letterman anknüpft», sagte er.

Der Vorstandschef der ProSiebenSAT.1 Media AG zur Entwicklung des TV-Marktes im kommenden Jahr Stellung. Das Geschäft diesbezüglich sehe er 2004 auf dem Wehe der Besserung. Die Situation werde sich weiter aufhellen, sagte Rohner der «Welt» zufolge. «In unseren Planungen gehen wir davon aus, dass der Werbemarkt zumindest stabil bleibt», betonte er.

Dreistelliges Ergebnis erwartet

Nach Rohners Angaben will ProSiebenSAT.1 ein leichtes Umsatzplus erwirtschaften. Vorrangiges Ziel bleibe aber, ein deutlich besseres Ergebnis als in diesem Jahr zu erzielen, fügte er hinzu. Das Unternehmen werde auch im kommenden Jahr weiter Kosten sparen.

Für 2003 erwartet Rohner ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in dreistelliger Millionen-Höhe. Das Vorsteuerergebnis werde positiv ausfallen. Hingegen sieht Rohner die Umsatzentwicklung verhalten: «Der TV-Markt wird zwischen fünf und sieben Prozent schrumpfen, und das gilt wohl auch für uns.» (nz)

 
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