09.12.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Stefan Raab
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Mit Harald Schmidt verliere das Fernsehen einen «Meister der Kulturkritik», findet Kulturstaatsministerin Christa Weiss. Und auch Stefan Raab findet es schade, dass Schmidt geht. Thema: Ende der Schmidt-Show Premiere und ZDF sind an Schmidt interessiert Medienexperte: Sat.1 hat nun viele Probleme Schmidt: Zu teuer Schmidt-Nachfolge: «Das Rennen ist eröffnet» Harald Schmidt gibt Show auf Ende der Schmidt-Show eine «Überraschung» Wo war Schawinski? Harald Schmidt im O-Ton Harald Schmidt gibt Show auf
Nachdem der TV-Entertainer Harald Schmidt am Montag das Ende der «Harald Schmidt Show» bekannt gegeben hat, ergehen sich nicht nur Medien-Redakteure in Nachrufen. Für Kulturstaatsministerin Christa Weiss geht mit dem Talkmaster ein «Meister der Kulturkritik».
Gerade jetzt «wo wir darüber streiten, wieviel Qualität Fernsehen überhaupt verträgt», verliere das deutsche Fernsehen einen so geistreichen wie unterhaltsamen Protagonisten, der sich nicht gescheut habe, uns und sich den Spiegel vorzuhalten. «Schmidt hat bewiesen, dass die Verbindung von Intellektualität, spitzem Humor und Unterhaltung selbst zu später Stunde ein Publikum findet», so Weiss.
Sie werde seine Sendung sehr vermissen und könne der deutschen Fernsehunterhaltung nur wünschen, dass es kein Abschied auf Dauer ist. Die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis forderte bereits in der «taz», dass die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF Schmidt nötigenfalls übernehmen sollen.
Kein Nachfolger weit und breitEbenso traurig über Schmidts Abgang äußerten sich die Kabarettisten Dieter Hildebrandt und Ottfried Fischer. «Damit ist eine der intelligentesten Sendungen des deutschen Fernsehens erledigt», sagte Hildebrandt der «Abendzeitung». Er gönne Schmidt eine kreative Pause, hoffe aber, dass er bald wieder komme. «In seiner Qualität sehe ich weit und breit niemanden», so Fischer.
Dem schließt sich auch «TV Total»-Moderator Stefan Raab an: «Schade, habe ich immer gerne geguckt», sagte er der Netzeitung. (nz)