09. Dez 2003 16:25
Mit Harald Schmidt verliere das Fernsehen einen «Meister der Kulturkritik», findet Kulturstaatsministerin Christa Weiss. Und auch Stefan Raab findet es schade, dass Schmidt geht.
Nachdem der TV-Entertainer Harald Schmidt am Montag das Ende der «Harald Schmidt Show» bekannt gegeben hat, ergehen sich nicht nur Medien-Redakteure in Nachrufen. Für Kulturstaatsministerin Christa Weiss geht mit dem Talkmaster ein «Meister der Kulturkritik».Gerade jetzt «wo wir darüber streiten, wieviel Qualität Fernsehen überhaupt verträgt», verliere das deutsche Fernsehen einen so geistreichen wie unterhaltsamen Protagonisten, der sich nicht gescheut habe, uns und sich den Spiegel vorzuhalten. «Schmidt hat bewiesen, dass die Verbindung von Intellektualität, spitzem Humor und Unterhaltung selbst zu später Stunde ein Publikum findet», so Weiss.
Sie werde seine Sendung sehr vermissen und könne der deutschen Fernsehunterhaltung nur wünschen, dass es kein Abschied auf Dauer ist. Die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis forderte bereits in der «taz», dass die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF Schmidt nötigenfalls übernehmen sollen.