netzeitung.deBunte-TV soll eingestellt werden

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Die ARD will angeblich das Boulevard-Format «Bunte-TV» einstellen. Mit der Qualität der Sendung habe dies jedoch nichts zu tun, heißt es in Medienberichten.

Am 14. November ging «Bunte-TV» erstmals auf Sendung, einen Monat später soll das Unterhaltungsformat schon wieder eingestellt werden. Nach Informationen der «Berliner Zeitung» soll der Beschluss, die Sendung aus dem Programm zu nehmen, bereits gefallen sein. Dies wurde dem Blatt zufolge jedoch nicht mit der mangelnden Qualität, sondern mit der Quote begründet.

Demnach blieb das Format, das von der Chefredakteurin der Illustrierten «Bunte», Patricia Riekel , moderiert wird, mit einem durchschnittlichen Marktanteil von 7,6 Prozent weit hinter den Erwartungen zurück. Laut ARD-Programmdirektion sind allerdings 14 Prozent für Unterhaltungsformate Pflicht. Da die Riekel-Sendung dies nicht erreicht habe, solle «Bunte-TV» nach nur sechs Ausgaben am 19. Dezember zum letzten Mal zu sehen sein, heißt es.
ARD: Keine Promi-Besuche in Luxus-Hotels
Innerhalb der ARD hatte «Bunte-TV» nur wenige Fürsprecher. Wie die «Frankfurter Rundschau» schreibt, waren dies lediglich der Hessische Rundfunk, der das Format produzieren lässt, und der Mitteldeutsche Rundfunk. Nach Informationen der «Berliner Zeitung» lehnten der Westdeutsche und der Norddeutsche Rundfunk in der turnusgemäßen ARD-Schaltkonferenz die «Besuche bei Promis in Luxus-Hotels» ab.

Womöglich fürchten die ARD-Granden, wie das Blatt weiter schreibt, dass sich der Prominenten-Plausch wegen seiner schlechten Quote auch auf den im Anschluss ausgestrahlten «Bericht aus Berlin» negativ auswirken könnte. Ab Januar soll sich dies mit der Rückkehr von «Familie Heinz Becker» auf den Sendeplatz von «Bunte-TV» am Freitagabend um 22.15 Uhr ändern. (nz)