Dies würde Berlusconis Mediaset-Imperium erlauben, die Werbeerlöse um eine Milliarde Euro zu erhöhen, ohne eine Grenze zu überschreiten, wonach Einzelpersonen nicht mehr als 20 Prozent des Marktes kontrollieren dürfen. Zudem kann Berlusconi entgegen anders lautenden richterlichen Entscheidungen seine drei Fernsehkanäle weiter betreiben.Andernfalls hätte eines der drei Programme ab 1. Januar aus Wettbewerbsgründen über Satellit ausgestrahlt werden müssen. Die Mitte-Links-Opposition fürchtet, dass Berlusconi, der direkt oder indirekt bereits rund 90 Prozent der italienischen Fernsehens kontrolliert, nach der Verabschiedung des Mediengesetzes noch mehr Zeitungen übernehmen oder noch stärker auf die Besetzung von Führungsposten beim öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RAI Einfluss nehmen könnte.