Wiener Baulöwe finanziert angeblich ddp
26.11.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Der Fernsehkonzern Pro Sieben Sat 1 Media hatte die in Berlin ansässige Nachrichtenagentur zum symbolischen Preis von einem Euro an die ddp-Manager verkauft. Um die Verluste auszugleichen, strich das Unternehmen, das 160 feste und 200 freie Mitarbeiter beschäftigt, bereits das Weihnachts- und Urlaubsgeld. Diese Sparmaßnahmen reichten offensichtlich noch nicht aus.
Nach internen Unterlagen von Pro Sieben Sat 1 Media waren die ddp-Verluste von 2,6 Millionen Euro 1999 auf 9,9 Millionen Euro 2001 gestiegen. Der TV-Konzern schoss mehr als 20 Millionen Euro zu, bevor er die Agentur in diesem Jahr abstieß.
Die neuen Eigentümer um Lutz Schumacher erhielten von Pro Sieben Sat 1 Media noch ein Millionendarlehen. Dieses Geld und die eigenen Mittel der ddp-Manager würden aber «nur sehr knapp» reichen, sagte Schumacher der «SZ». Mit ersten Gewinnen rechnet die Agentur nicht früher als 2005. (nz)

