06.11.2003
Herausgeber: netzeitung.de
In der Schweiz argumentiert der Verlag der NZZ ähnlich wie der Holtzbrinck-Verlag in Berlin und darf nun zwei Zeitungen fusionieren. Vorläufig zumindest.
Die «Neue Züricher Zeitung » (NZZ) hat durch eine Drohung erreicht, dass sie zwei Redaktionen fusionieren darf. Das in Bern erscheinende Blatt «Der Bund» sollte geschlossen werden, wenn die Wettbewerbskommission (Weko) den Zusammenschluss mit dem Verlag der «Berner Zeitung» weiter verzögere.
Zwar wolle man, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ) berichtet, die Fusion trotzdem vertieft prüfen. Die Weko habe aber bereits eine «provisorische Erlaubnis für die Zusammenarbeit im Verlagsbereich (Druck, Anzeigen, Vertrieb) erteilt». Diese sei auf drei Monate befristet, im kommenden Jahr solle endgültig entschieden werden.
Beide Zeitungen sollen weiter getrennt und mit unabhängigen Redaktionen erscheinen.
Eine ähnliche Debatte gab es auch in Berlin, wo der Holtzbrinck-Verlag zwei konkurrierende Zeitung betreiben wollte und mit der wirtschaftlichen Notwendigkeit argumentierte.
In Bern jedoch, so zitiert die FAZ Experten, können langfristig beide Blätter trotz Fusion nicht überleben. (nz)