netzeitung.deKirchMedia entlässt Großteil der Mitarbeiter

 Herausgeber: netzeitung.de

Die insolvente KirchMedia setzt ihren Stellenabbau fort. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten muss gehen.

Das ehemalige Herzstück des Kirch-Medienkonzerns, die KirchMedia, baut weiter Personal ab. Ein Großteil der Mitarbeiter verliere in den kommenden Monaten seine Stelle, sagte KirchMedia-Sprecher Rudolf Wallraf dem Branchennachrichtendienst «Der Kontakter». Demnach sollen rund 160 Mitarbeiter entlassen werden, 80 bleiben laut Wallraf im Unternehmen.

Sie sollen sich den Angaben zufolge unter anderem um den beabsichtigen Verkauf der übrig gebliebenen Filmrechte kümmern. Dieser sei in vollem Gange, hieß es. Wallraf zufolge prüft derzeit UBS Warburg die Offerten. Dazu soll ein Angebot des ehemaligen Leiters Spielfilm, Serie und Synchronisation der KirchMedia, Philip Riccabona, gehören.
Standort Ismaning wird aufgegeben
In der Zwischenzeit steht den Angaben zufolge noch ein Umzug an: Der langjährige KirchMedia-Standort in Ismaning werde in Kürze aufgegeben und nach Unterföhring verlegt. Das endgültige Aus könne sich jedoch noch 12 bis 14 Jahre hinziehen, schreibt der «Kontakter».

Die KirchMedia war ein wichtiger Bereich im Imperium von Leo Kirch. In der Gesellschaft hatte der Medienunternehmer sein Kerngeschäft gebündelt. Dazu zählten die TV-Gruppe ProSiebenSAT.1, Film- und TV-Produktionen, Programmlizenzen sowie der Sportrechtehandel.

Am 8. April 2002 hatte die KirchMedia als erste der drei Kirch-Geschäftsbereiche Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.(nz)