netzeitung.deProSiebenSat.1 hält vorerst an N24 fest

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ProSiebenSat.1-Chef Urs Rohner (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe ProSiebenSat.1-Chef Urs Rohner
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Fernsehgruppe ProSiebenSat.1 plant einem Zeitungsbericht zufolge einen Teilausstieg bei ihrem Sender N24, falls sich die Ergebnissituation nicht verbessere. Der Konzern dementierte.

Die Konzernführung der Fernsehgruppe ProSiebenSat.1
erwägt angeblich zumindest teilweise beim Nachrichtensender N24 auszusteigen. Wie die «Financial Times Deutschland» (FTD) am Mittwoch unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, will sich die Konzernführung zu dem scharfen Schnitt entschließen, sollte der Sender bis Jahresende sein Ergebnis nicht signifikant verbessern.

Der TV-Konzern dementierte den Bericht. «Es gibt keinen Ausstiegsbeschluss und auch keine Verkaufsgespräche», sagte ein Sprecher am Mittwoch in München. Die Entwicklung des Nachrichtensenders sei sehr zufriedenstellend und liege im Plan. Vorstandschef Urs Rohner sagte der «FTD», man werde noch einmal an der Kostenstruktur von N24 arbeiten. Zugleich machte der Konzernchef darauf aufmerksam, dass er immer gesagt habe, «dass auf Dauer alle unsere Sender schwarze Zahlen schreiben müssen».
Fox angeblich als Käufer bereit
Dem «FTD»-Bericht zufolge gibt es bereits einen möglichen Kaufinteressent für N24. Die US-Fernsehgruppe Fox von Rupert Murdoch stehe demnach bereit, hieß es. In diesem Fall würde ProSiebenSat.1 einen Teilausstieg bevorzugen, bei dem die Münchener Gruppe Minderheitseigner bliebe. Unter Berufung auf Vorstandskreise schreibt das Blatt, der von Haupteigner Haim Saban geführte Aufsichtsrat werde sich demnächst mit der Zukunft von N24 befassen.

Der ProSiebenSat.1-Sprecher bestätigte, dass der Konzern bei N24 weiterhin bis 2005 operativ die Gewinnzone erreichen wolle. Im ersten Halbjahr hatte der Nachrichtensender vor Steuern 13 Millionen Euro Verlust geschrieben, bei einem Umsatz von 33 Millionen Euro. N24 war am 24. Januar 2000 auf Sendung gegangen. (nz)