netzeitung.deAmerikas einmalige Machtfülle

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Das ZDF zeigt in einer Dokumentation die USA als Nation, die über mehr Macht verfügt, wie kein anderer Staat vor ihr. Die zweiteilige Reportage «Allmacht Amerika» zeigt Hintergründe der US-Politik.

Glaubt man den Autoren der ZDF-Doku «Allmacht Amerika», dann lässt sich nicht einmal das Römische «Weltreich» mit der heutigen Machtfülle der USA vergleichen. Was an der These dran ist, will die Dokumentation in zwei Teilen aufzeigen. Am 27. August und 3. September, jeweils mittwochs um 22.45 Uhr.

Nach Angaben des Senders gehen die Autoren Claus Kleber und Angela Andersen den Fragen nach, welche Absichten und Ansprüche dahinter stehen und welche Rolle Europa dabei spielt. Im ersten Teil der Doku mit dem Titel «Die Welt im Griff» geht es um den gegenwärtigen Nutzen der Macht. Als Triebfeder vermuten die Autoren das Bestreben der Bush-Regierung, höchstmögliche Sicherheit für das eigene Land zu erlangen.

Globus in Machtzonen aufgeteilt
Für ihre «Unverwundbarkeit» gebe die Bush-Regierung pro Tag eine Milliarde Dollar aus, heißt es in der Reportage. Die Autoren fragen in Washington, New York und Boston, welche Vision von Amerikas Rolle in der Geschichte dahinter steht.

Cleber und Andersen stellen dar, wie das US-Militär die Welt in Machtzonen aufteilt, die keine Region ohne «US-Kommando» ausweist. Das «Pacific Command» in Hawaii kontrolliert demnach fast die Hälfte der Erdoberfläche. Von dort aus werden die Aktivitäten von Army, Navy und Air Force vom Südpazifik bis zum Nordpol koordiniert.

«Soft Power»
Worauf sich Amerikas Machtfülle gründet, erklärt Harvard-Professor Joseph Nye. Amerikas Einfluss erkläre sich vor allem daraus, dass es der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit Sympathie und Respekt entgegenbringe. Diese, wie er sagt, «soft power» werde durch Bushs Politik allerdings ausgehöhlt.

Dadurch bringe der Film die Debatte über die Zukunft und die Rolle der USA auf eine praktische Ebene, so die Autoren. (nz)