RBB will westdeutsche Stasi-Spitzel enttarnen
27.08.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Der Rundfunkrats-Vorsitzende Bertram Althausen sagte der Nachrichtenagentur epd, er wolle dem Aufsichtsgremium vorschlagen, darüber am 8. September zu beraten. Zuvor hatte bereits RBB-Intendatin Dagmar Reim die Pläne bestätigt.
Bislang waren nur Beschäftigte des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg (ORB) einer Überprüfung unterzogen worden, manche von ihnen sogar mehrmals. Der im Westen ansässige Sender Freies Berlin (SFB) wiederum durchleuchtete lediglich die Vergangenheit derjenigen Mitarbeiter, die früher für den DDR-Rundfunk tätig gewesen waren.
Nachdem der US-Geheimdienst CIA die so genannten Rosenholz-Akten vollständig an die Bundesrepublik übergab, hat sich bislang nur die Birthler-Behörde entschieden, erneut möglichen Stasi-Kontakte ihrer Mitarbeiter nachzugehen.
Der SPD-Fraktionsvize im Bundestag, Hans-Joachim Hacker, forderte daraufhin, alle Führungskräfte im öffentlichen Dienst notfalls ein zweites Mal zu überprüfen. (nz)

