netzeitung.deUSA geben Erschießung von Kameramann zu

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Mazen Dana (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mazen Dana
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In Irak ist wieder ein Journalist erschossen worden. Die US-Truppen übernahmen die Verantwortung für den Tod des Reuters-Kameramann.

Die US-Truppen in Irak haben am Montag zugegeben, dass ein US-Soldat den Kameramann der britischen Nachrichtenagentur Reuters, Mazen Dana, aus Versehen erschossen hat. Der Soldat habe die Kamera mit einem Raketenwerfer verwechselt und das Feuer eröffnet, sagte ein Militärsprecher. Der Vorfall hatte sich am Sonntag vor einem Gefängnis in Bagdad ereignet. Hauptfeldwebel Lewis Matson sagte, es handele sich um ein tragisches, extrem bedauerliches Ereignis. Der leitende Militärsprecher Guy Shields sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

Danas Fahrer, Munser Abbas, sagte dagegen, die Soldaten hätten gewusst, dass es sich um einen Journalisten handele. Es sei kein Unfall gewesen. Auch Stephan Breitner vom Sender France 2 sagte: «Ich glaube nicht, dass es ein Unfall war. Sie (die Soldaten) sind sehr angespannt. Sie sind verrückt.» Reuters-Nachrichtenchef Stephen Jukes zeigte sich betroffen über Danas Tod.

Der Internationale Journalistenverband IFJ warf den US-Soldaten Nachlässigkeit vor. Der Fall müsse untersucht werden, forderte der Generalsekretär des in Brüssel ansässigen Verbands, Aidan White, am Montag. Auch die Organisation «Reporter ohne Grenzen» verlangte eine rückhaltlose Aufklärung, die nicht das Ziel haben dürfte, die US-Soldaten von aller Schuld reinzuwaschen.

Der 43-jährige Familienvater Dana ist der 17. Journalist, der seit Kriegsbeginn in Irak getötet wurde. (nz)