15. Aug 2003 10:44
Angeblich finanziert der Schweizer Verleger Michael Ringier das Projekt einer neuen Zeitschrift in Deutschland.
Einem Bericht des «Handelsblatt» zufolge steckt der Schweizer Verleger Michael Ringier hinter dem vom ehemaligen «Welt»-Chefredakteur Wolfram Weimer geplanten Magazins, welches ein neues Segment des deutschen Marktes besetzen soll. Ringier finanziere «ein politisch-kulturelles Monatsmagazin, das noch vor Weihnachten auf den Markt kommen soll», heißt es in dem Bericht, der sich auf «unternehmensnahe Kreise» bezieht.Bereits seit einger Zeit arbeitet Weimer mit mehreren Journalisten an einer Nullnummer, welches nach Angaben von Weimer Elemente des «Economist» und des «New Yorkers» vereinigen soll. Auch „The Atlantic Monthly“ wird als Vorbild genannt. Weimer hatte Springer im Vorjahr nach einem mysteriösen Besuchs-Versuch beim Aufsichtsratsvorsitzenden des «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» verlassen.
Ringier ist seit 2001 nicht mehr in Deutschland aktiv, wollte im Vorjahr sein Unternehmen mit dem Axel Springer Verlag fusionieren, machte aber zuletzt vor allem von sich reden, als die Affäre um den damaligen Schweizer Botschafter Borer das Flaggschiff des Hauses, die Boulevardzeitung «Blick» in heftige Turbulenzen brachte. (nz)