netzeitung.deErstes bundesweites Kinderradio startet

 Herausgeber: netzeitung.de

An prominenten Unterstützern fehlt es dem künftigen bundesweiten Kinderradio nicht. Geld will aber keiner geben. Die Folge: Das neue Angebot ist zunächst nur digital oder per Internet zu empfangen.

Am 25. August ist es so weit, dann geht erstmals ein deutschlandweites Kinderradio auf Sendung. Von morgens um 6.00 bis abends um 21.00 Uhr bietet «Radiojojo!» nicht nur Programm für die eigentliche Zielgruppe der 3- bis 13-Jährigen, es soll laut dem Chef des Radios, Thomas Röhlinger, auch interessantes für Erwachsene zu hören geben.

Geplant sind Hörspiele, Magazine, Talkshows sowie jede Menge Musik. Am Vormittag sollen demnach die Kleinen bedient werden, nachmittags dann alle bis 13, am späten Abend dann die Eltern der Kinder.

Rau kommt zum Gespräch
Zahlreiche prominente Persönlichkeiten haben dem Radioprojekt ihre Unterstützung zugesichert – zumindest in verbaler Form. Ob Kulturstaatsministerin Christina Weiss, Lord Dahrendorf, Bestsellerautorin Judith Hermann oder Stardirigent Daniel Barenboim – die Liste der Befürworter ist lang. Bundespräsident Johannes Rau soll nach Angaben Röhlingers sogar zu einem Exklusivgespräch bereit sein – nach dem Motto «Kinder fragen der Präsident antwortet».

Vor einem Problem steht der neue Sender allerdings – er ist auf Spenden angewiesen. Denn, so Röhlinger, «unser Kanal ist werbefrei». Und da die Mittel derzeit sehr begrenzt sind, kann man «Radijojo!» auch nur per Digitalradio (DAB) und im Internet empfangen. UKW- oder Kabelfrequenzen seien geplant, aber noch nicht finanzierbar, erklärt der Radio-Chef.

Das niedrige Budget führt auch dazu, dass das rund 70 Personen starke Team bei «Radijojo!» größtenteils ehrenamtlich für das Projekt arbeitet. Zudem kommen dem Sender angeblich Verlage und Musikfirmen entgegen, indem sie Inhalte kostengünstig zur Verfügung stellen. (nz)