Umstrittenes Mediengesetz schützt Berlusconi
22.07.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Das Gesetz sieht vor, dass zwei bereits bestehende Behörden künftig mögliche Interessenkonflikte von Inhabern eines öffentlichen Amtes kontrollieren. Die Opposition kritisierte, bei Verstößen seien keine Geldstrafen vorgesehen. Vertreter der Regierungskoalition sagten dazu, Strafen seien nicht notwendig, weil ein Minister, dem ein Interessenkonflikt nachgewiesen werde, ohnehin zurücktreten werde.
Im April attestierte die Organisation Reporter ohne Grenzen Berlusconi einen Interessenkonflikt, da er zugleich Regierungschef und größter Medientycoon des Landes sei.
Die Gesetzesvorlage muss nach einigen Änderungen erneut dem Senat vorgelegt werden, der bereits zuvor seine Zustimmung erklärt hatte. Auch dort verfügt die Mitte-Rechts-Koalition von Berlusconi über eine solide Mehrheit. (nz)

