netzeitung.deKeine Entscheidung über Friedmans Talkshows

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Michel Friedman (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Michel Friedman
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Hessische Rundfunk hat noch nicht entschieden, ob der vorbestrafte TV-Moderator Friedman seine Sendungen weiter machen darf. Zuerst soll ein Gespräch geführt werden.

Der Hessische Rundfunk (hr) will erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob die Zusammenarbeit mit dem wegen Drogenbesitzes vorbestraften TV-Moderator Michel Friedman fortgesetzt wird. «Wir werden erst ein Gespräch mit ihm führen», sagte eine hr-Sprecherin am Dienstag in Frankfurt am Main.

Wann dieses Gespräch stattfinden soll, sei allerdings noch unklar. Friedman moderierte bislang zwei Sendungen für den hr: Die im Hessen-Fernsehen ausgestrahlte Talkshow «Vorsicht! Friedman» und ihr Gegenstück «Friedman» in der ARD.
Strafbefehl über 17.400 Euro akzeptiert
Vor der Sommerpause waren vier Sendungen abgesetzt worden, nachdem die Vorwürfe gegen Friedman bekannt geworden waren. Der Moderator hatte hr-Intendant Helmut Reitze gebeten, ihn vorläufig von seinen Verpflichtungen zu entbinden.

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden hatte am Dienstag einen Strafbefehl in Höhe von 17.400 Euro wegen Kokainbesitzes akzeptiert und seinen Rücktritt von allen öffentlichen Wahlämtern angekündigt. Gegen Friedman wurde in den vergangenen Wochen ermittelt, nachdem Mitte Juni in seinen Privat- und Kanzleiräumen in Frankfurt am Main drei Tütchen mit Kokainresten gefunden worden waren. (nz)