28. Jan 2003 14:23
Insgesamt 620 Fernsehsendungen hatte die Jury des Adolf Grimme Instituts zu sichten, am Dienstag gab sie bekannt, wer davon in die Endauswahl um den Preis gekommen ist.
Wie bisher in jedem Jahr führen die öffentlich-rechtlichen Anstalten bei der Zahl der Nominierungen. In diesem Jahr jedoch wieder stärker: Vom Sender Sat.1 wurden nur drei Beiträge nominiert, von RTL zwei und von Pro7 einer. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt zehn Beiträge privater Sendern.Gute Aussichten auf einen Preis hätten zum Beispiel der Fernsehspiele «Toter Mann» (ZDF/ARTE) und «Im Chaos der Gefühle» (SWR), so das Institut. Nominiert ist auch die Produktion «alaska.de» vom ORB und bei den Serien «Edel & Stark» (Sat.1).
Zu den besten Krimis gehören laut Grimme-Institut der «Tatort: Schatten» von Radio Bremen und «Blond-Eva Blond!: Der Mörder spricht das Urteil» von Sat.1. Nominiert wurde auch der Politthriller «Operation Rubikon» (Pro7).In der Rubrik Dokumentarfilm wählte die Jury unter anderem einen Film über den Kriegsfotografen James Nachtwey (ARTE) und den bericht «Andreas Baader - Der Staatsfeind» vom NDR.
Der Grimme-Preis wird für Produktionen vergeben, die «die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Inhalt und Methode Vorbild für die Fernsehpraxis sein können». Die Preisverleihung findet am 21. März im Theater der Stadt Marl statt. (nz)