Nun haben auch die Privaten ihre Zustimmung erklärt, allerdings mit Einschränkungen: «Auch RTL hält das Vorhaben, in München öffentlich eine Leiche zu sezieren, für problematisch», zitiert die EKD ein Schreiben des Senders. Allenfalls in Nachrichtensendungen müsse gegebenenfalls «in der gebotenen Kürze mit der gewohnten journalistischen Sorgfalt» darüber berichtet werden. Eine ähnliche Antwort gab es offenbar von Pro7 und Sat1. Die RTL II schrieb, «dass sich RTL II an keiner Berichterstattung zu dieser Thematik beteiligen wird.»«Die Resonanz war durch und durch positiv», sagte der Rundfunkbeauftragte des Rates der EKD, Bernd Merz. «Die Reaktion der Sender hat gezeigt, dass sie nicht nur von Werten reden, sondern auch bereit sind, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.»
Gunther von Hagens stößt jedoch nicht nur in den Medien auf Widerstand. Noch ist gar nicht klar, ob die Stadt München, die er sich gewählt hatte, seine Sektion zulassen wird. Gerade erst wird dort mit großem Nachdruck versucht, Hagens' Ausstellung «Körperwelten» zu verbieten. (nz)