netzeitung.de«FAZ» streicht Stellen

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Die «FAZ» setzt den angekündigten Personalabbau um: Einem Medienbericht zufolge entlässt sie 60 Redakteure. Auch die «Sonntagszeitung» soll betroffen sein.

Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» streicht weitere Stellen: Laut einem Bericht von «Spiegel Online» müssen bis zum 1. April des kommenden Jahres 100 Mitarbeiter die Redaktion verlassen, darunter sollen etwa 60 Redakteure sein. Auch die «Sonntagszeitung» soll mehrere Mitarbeiter verlieren, ebenso die Verlagssparte der «FAZ».

Eine Verlagssprecherin wollte diese Zahlen der Netzeitung nicht bestätigen, räumte aber ein, dass am Mittwoch die Geschäftsführung «vis a vis» Gespräche mit den betroffenen Abteilungen des Verlages geführt habe und auch in der Redaktion möglicherweise Kündigungen ausgesprochen wurden. Die Zahl bewege sich weiterhin im «weichen dreistelligen Bereich».

Schon im Frühsommer hatte die «FAZ» Mitarbeitern aus Verlag und Redaktion gekündigt.

Betriebsbedingte Kündigungen vorgesehen
Vor zwei Wochen war eine E-Mail bekannt geworden, in der «FAZ»-Geschäftsführer Jochen Becker den Mitarbeitern neue Einschnitte angekündigt hatte. Die kursierenden Zahlen von nunmehr 200 zu entlassenden Mitarbeitern - davon 100 Redakteure - wollte eine Verlagssprecherin damals nicht bestätigen.

Die «Frankfurter Allgemeine» strebt angesichts der anhaltenden Krise im Zeitungsgeschäft eine Senkung der Personalkosten in Redaktion und Verlag um 20 Prozent an. Dies wird sie über Altersteilzeit, Aufhebungsvereinbarungen und auch betriebsbedingte Kündigungen erreichen.

Geschäftsführer Becker hatte seinen Mitarbeitern Mitte November mitgeteilt, dass die «realistische Umsatzprognose für 2003 ..., vorsichtig ausgedrückt, nicht besser als für das Jahr 2002» sei. Im vergangenen Jahr hatte die «FAZ»-GmbH erstmalig Verluste verbuchen müssen, den Jahresfehlbetrag bezifferte sie auf 27 Million Euro. (nz)