01. Aug 2002 22:47
Wegen der «Unzufriedenheit» mit der Berichterstattung von CNN hat die Kabelnetzbehörde einen umstrittenen Beschluss gefasst: Die Netzbetreiber müssen den US-Sender vorerst nicht mehr einspeisen.
Hintergrund sind nach offiziellen Angaben die überhöhten Abo-Kosten des Senders. Zugleich wies die Behörde aber auch auf die «Unzufriedenheit in Israel» mit CNN hin. Die Friedensgruppe Gusch Schalom sprach von Zensur. Mit diesem Schritt solle die Realität vor der israelischen Öffentlichkeit verborgen werden.
Ministerpräsident Ariel Scharon hatte sich nach einem Treffen mit Vertretern des US-Senders Ende Juni «enttäuscht» über die Nahost-Berichterstattung geäußert. Auch der Minister für Telekommunikation, Reuven Rivlin, warf CNN einseitige Reportagen vor. (nz)