26. Apr 2002 16:47
Viel Lob für den «Tatort» gab es in den vergangenen Wochen. Jetzt tritt schon wieder eine neue Ermittlerin auf den Bildschirm.
Natürlich gibt Alexander Beyer («Sonnenalllee») als Wolfi eine exaltierte pantomimische Außenseiter-Performance, natürlich sprechen die Bauern bäurische Sätze. Der Film von Stefan Dähnert (Buch) und Nina Grosse (Regie) ist zu fahrig, um glaubwürdig zu bleiben, und zu oberflächlich, um gut zu sein. Das Potenzial an schönen Schauplätzen und guten Schauspielern wie Eva Mattes («Das Sams») und Michael Gwisdek («Nachtgestalten»), der eine wirklich anrührende Nervensäge spielt, verschenkt er großzügig. Wären nicht die Nickligkeiten zwischen den Polizistengatten, wäre dies ein enttäuschendes «Tatort»-Debüt - zu sehen am Sonntag um 20.15 Uhr.Eva Mattes wird künftig zweimal im Jahr Fälle in Konstanz lösen. Noch ein weiteres neues «Tatort»-Team wird die ARD für ihre Renommierreihe, die im Mai die 500. Folge feiert, ins Rennen schicken: Axel Prahl («Die Polizistin») und Ulrich Noethen («Comedian Harmonists») ermitteln im westfälischen Münster. Ihr Debüt ist allerdings frühestens im Herbst zu erwarten. Noch haben die Dreharbeiten gar nicht begonnen.