Gespräche über Kooperation:
Murdoch und Microsoft gemeinsam gegen Google
Der streitbare Medienunternehmer hatte wiederholt das Internet und vor allem den Suchmaschinenbetreiber Google als Nachrichten-Distributor für die derzeitige Medienkrise verantwortlich gemacht. Murdoch erwägt, die Inhalte aus seinem Konzern nur noch gegen Bezahlung zugänglich zu machen. Google sieht sich Murdochs Vorwurf ausgesetzt, Nachrichten und Storys zu stehlen und damit für weiter rückläufige Werbeeinnahmen der Medienindustrie verantwortlich zu sein.
Microsofts neue Suchtechnologie hat zwar viel positives Echo gefunden, eine ernsthafte Konkurrenz zu Google hat Microsoft allerdings bislang nicht erreicht. Nach aktuellen Untersuchungen erreicht sie in den USA derzeit einen Marktanteil von knapp zehn Prozent. Zum Vergleich: Google wird von mehr als 65 Prozent aller US-Websurfer aufgerufen. Exklusive Nachrichten-Inhalte könnten die Attraktivität von Microsofts neuer Suchmaschinen deutlich erhöhen.
Umgekehrt erhofft sich Murdoch, online endlich neben dem Anzeigengeschäft weitere Erlöse zu erzielen. Selbst wenn Microsoft nicht viel für die Inhalte der News Corp zahlen würde, könnte doch Google unter Druck geraten und künftig ebenfalls Geld für das bezahlen, was derzeit noch ohne Bezahlung im hauseigenen News-Aggregator Google News zu sehen ist. (dpa/nz)
