Stopp des digitalen Spartensenders gefordert: 

netzeitung.dePrivate sehen in ZDFneo ein «Vox light»

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Stopp des digitalen Spartensenders gefordert 

Lupe Private sehen in ZDFneo ein «Vox light»

Gezielt werde den Privatsendern momentan vom ZDF das Wasser abgegraben, empört sich der Verband Privater Rundfunk und Telemedien. Nun müsse die Politik handeln.

Der digitale ZDF-Kanal ZDFneo ist den Privatsendern ein Ärgernis, weil das dort gezeigte Programm auf das Publikum zielt, das sich sonst hauptsächlich bei Sat1, ProSieben, RTL und anderen tummelt.

Es sei unerträglich, wenn die Politik wegschaue, wie ein mit Gebühren finanziertes Programm den Privaten gezielt das Wasser abgrabe, sagt nun der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), Jürgen Doetz. Anders als vom Mainzer Sender dargestellt, sei ZDFneo kein Familienprogramm, sondern darauf ausgerichtet, eine junge Zielgruppe zu erreichen. «Das ist Vox light.»
«Das ZDF tanzt auf der Nase herum»
Das System, mit dem öffentlich-rechtliche Programme pauschal von den Ländern genehmigt werden, müsse überdacht werden, sagte Doetz auf der VPRT-Mitgliederversammlung. Zwischen dem «Abnicken» des Konzepts für ZDFneo und der Bekanntgabe des Programmschemas liege fast ein Jahr. «Das ZDF tanzt den Politikern auf der Nase herum». Die Medienaufseher sollten bis Jahresende das Programm von ZDFneo unter die Lupe nehmen und auch prüfen, ob das ZDF den genehmigten Finanzrahmen von 30 Millionen Euro einhält. Sonst will der VPRT rechtliche Schritte überlegen.

Mit Serien wie etwa «30 Rock» und «Seinfeld», die auch im Bezahlfernsehen oder bei den privaten Spartenkanälen laufen, wolle ZDFneo eindeutig ein junges Publikum ansprechen. Schwerpunkt des werbe- und nachrichtenfreien Senders sind Comedy-Formate, Serien, Dokumentationen und Filme. Zurzeit werde das Programm vor allem mit Unterhaltung, Spielfilmen und Krimis bestritten, sagte der VPRT. Auch die ProSiebenSat1-Gruppe hatte dem ZDF vorgeworfen, das Programm der Privatsender zu kopieren. (dpa/nz)