06.11.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Die 'Saarbrücker Zeitung' kooperiert mit dem SR
Foto: Screenshot nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Eine bislang eher ungewöhnliche Kooperation haben der Saarländische Rundfunk und die Saarbrücker Zeitung geschlossen. Die darf künftig öffentlich-rechtliche Inhalte nutzen.
Der Saarländische Rundfunk (SR) und die «Saarbrücker Zeitung» arbeiten ab sofort bei ihren Online-Angeboten zusammen. Das Nachrichtenportal «www.saarbruecker-zeitung.de» werde regionale TV-Beiträge aus dem SR-Fernsehen übernehmen, erklärten Joachim Meinhold, Vorsitzender der Geschäftsführung der «Saarbrücker Zeitung», und der Intendant des Saarländischen Rundfunks, Fritz Raff, am Freitag gemeinsam in Saarbrücken.
Damit sind Beiträge des Saarländischen Rundfunks über die Online-Seiten der «Saarbrücker Zeitung» abrufbar. Der SR stelle die Videos aus seinem Online-Angebot als Link zur Verfügung, hieß es. Das Umfeld auf der Plattform der Zeitung bleibe gemäß Rundfunkstaatsvertrag werbefrei. Sender und Zeitung versicherten, es bleibe auch in Zukunft trotz punktueller Kooperationen «bei einem fairen publizistischen Wettbewerb».
Raff sprach von einer «Premiere im Saarland», bei der beide Medien von der jeweiligen Stärke und Beliebtheit des anderen profitierten. Um auch für junge Menschen attraktiv zu bleiben, müssten sich Zeitung und Rundfunk «so stark wie nur möglich in der digitalen Welt verankern». Qualitätsjournalismus präsentiere sich heute multimedial, sagte Meinhold. Das zusätzliche Angebot sei «Ausdruck publizistischer Vielfalt im Sinne unserer Leser und Nutzer».
Seit Juli kooperieren bereits der Südwestrundfunk und die Badische Zeitung miteinander. Generell dürfen Sendungen von ARD und ZDF maximal eine Woche lang online sein. Zudem müssen mindestens 50 Prozent der Inhalte aus dem im Radio oder Fernsehen ausgestrahltem Programm stammen. (epd, nz)