Sitz der Zentralredaktion in Berlin:
Dpa zieht in «Axel-Springer-Passage»
03.11.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Herlyn betonte, alle anderen möglichen Standorte in Berlin wären teurer gewesen. Außerdem sei aus journalistischer Sicht wichtig, dass die Fläche in der Axel-Springer-Passage wie erwünscht einen gemeinsamen Newsroom für alle Beteiligten von Wort-, Bild- und Multimediadiensten ermögliche. Die dpa will nur ein Stockwerk des Komplexes beziehen.
Die Vorbereitungen sollen schon in dieser Woche beginnen, wie es hieß. Der Umzug wird teuer: Für das Jahr 2009 erwartet die dpa laut früheren Angaben von Geschäftsführer Malte von Trotha einen Verlust «im mittleren einstelligen Millionenbereich». Ursache sind nach seinen Worten die Kosten des Umzugs und weitere Investitionen. Die dpa hatte schon im Jahr 2008 einen Gewinneinbruch verkraften müssen.
Die dpa ist die größte Nachrichtenagentur in Deutschland. Sie wird von Verlagen in einem genossenschaftlichen Modell getragen und beschäftigt für die deutschen Dienste im In- und Ausland gut 822 Mitarbeiter. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 94,1 Millionen Euro
Im Sommer dieses Jahres war Wolfgang Büchner von der Leitung von «Spiegel Online» als stellvertretender Chefredakteur zur dpa gewechselt. Er soll zum Jahresende auf Herlyn folgen, der dann in den Ruhestand geht. Büchner arbeitet derzeit an einem neuen Redaktionskonzept. «Mit dem Umzug nach Berlin schaffen wir beste Voraussetzungen für einen Relaunch der dpa», sagte Büchner. (dpa/AP/epd)

