29.10.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Brillante Bilder verspricht die HDTV-Technik
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die ersten TV-Sender führen in wenigen Tagen die nächste Generation des Fernsehens ein. Doch mit HDTV kommen nicht nur brillante Bilder ins Wohnzimmer, Verbraucherschützer warnen vor zusätzlichen Kosten.
Fernsehzuschauer müssen für den Empfang des hochauflösenden Privatfernsehens über Satellit mit zusätzlichen Kosten und Einschränkungen rechnen. Darauf hat der Verbraucherzentrale Bundesverband am Donnerstag hingewiesen.
RTL und Vox starten am 1. November das verschlüsselte HDTV-Programmangebot «HD Plus». Im Januar 2010 kommen Sat.1, ProSieben und Kabel 1 hinzu. Ab Februar wollen ARD und ZDF ihre Programme in der hochauflösenden Technik ausstrahlen - allerdings nicht verschlüsselt.
«Deutliche Nutzungseinschränkungen»«Die Einführung von HDTV im werbefinanzierter Fernsehen ist mit einer Verschlüsselung, Zusatzkosten und deutlichen Nutzungseinschränkungen verbunden», sagte der Experte Michael Bobrowski vom Verbraucherverband. Die HD Plus GmbH habe angekündigt, dass neben den Kosten für die Anschaffung eines speziellen Receivers auch die Sendungen nach Ablauf einer kostenfreien zwölfmonatigen «Schnupperphase» nur gegen ein zusätzliches Entgelt empfangbar sein würden.
Mit den in Haushalten bereits vorhandenen HD-tauglichen Sat-Receivern könnten in Zukunft die HD-Plus-Sendungen der Privaten ohne technische Nachrüstung nicht gesehen werden, teilte der Verband mit. Ob und wenn ja wann und wie die vorhandenen HD-Empfänger nachgerüstet werden können, sei wenige Tage vor der Einführung noch unklar.
Vorspulen gesperrtLaut Verbraucherschützern ist davon auszugehen, dass RTL das Aufzeichnen seiner «HD Plus»-Programme generell ausschließen wird. Ansonsten wollten die Privatsender dafür sorgen, dass die Verbraucher aufgenommene HD-Plus-Programme nicht vorspulen könnten, um Werbeblöcke zu überspringen (Vorspulsperre), hieß es.
«Der Zuschauer würde also zum Werbekonsum verdammt», meinte Bobrowski. Auch werde es nicht mehr möglich sein, einen aufgezeichneten Film in Etappen zu schauen - der Zuschauer müsse immer wieder von vorne beginnen. (AP/nz)