12.10.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Euro pro Artikel wäre nur für wenige User OK.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Es sind eher die Nutzer unter 30 Jahren, die bereit wären, für Nachrichten und Reportagen im Internet Geld auszugeben. Ansonsten ist die Offenheit für eine künftige «Bezahl-Kultur» im Netz schwach ausgeprägt, berichtet eine Studie.
Nur etwa jeder sechste Online-Leser würde einer Umfrage zufolge für bislang kostenlose Nachrichten aus dem Internet auch Geld bezahlen. Die Schmerzgrenze liege bei einem Euro pro Artikel, wie der Branchenverband Bitkom am Sonntag in Berlin berichtete. Relativ am höchsten ist die Zahlungsbereitschaft bei Nutzern unter 30 Jahren: Fast jeder Fünfte dieser Altersgruppe würde für journalistische Artikel im Internet zahlen.
Bitkom-Vizepräsident Achim Berg zog das Fazit: «Bislang gibt es kaum eine Zahlungsbereitschaft für Nachrichten, Berichte und Reportagen im Internet.» Die Anbieter seien gefordert, mit intelligenten Geschäftsmodellen dazu beizutragen, dass auch im Internet nach und nach eine Bezahl-Kultur heranwachse. Von den grundsätzlich Zahlungswilligen würden 93 Prozent bis zu zehn Cent pro Artikel zahlen. Jeder Zweite wäre mit bis zu einem Euro dabei. Bei höheren Preisen würden sich Bitkom zufolge kaum noch Zahlungswillige finden. Eine Journalismus-Pauschale, also eine monatliche Abonnementsgebühr, würden nur 4 Prozent nutzen wollen.
Bitkom erwartet, dass der Online-Werbemarkt dieses Jahr erstmals die Marke von 1,5 Milliarden Euro überschreiten wird. «Es sollte aber gelingen, auch im Internet durch den Verkauf einzelner Artikel, von Dossiers oder über Flatrates kostenpflichtige Angebote zu etablieren und damit gerade für den Qualitätsjournalismus ein zweites finanzielles Standbein aufzubauen», sagte Berg. (nz/AP/dpa)