Präsidenten-Panne: 

netzeitung.deKlaus Köhler in der Tagesschau

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Panne (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Panne
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Um die Allgemeinbildung der Grafiker beim öffentlichrechtlichen NDR scheint es nicht so gut bestellt: Ein Jahr nach der Flaggen-Panne bei den Tagesthemen schlich sich nun wieder ein peinlicher Fehler in der Tagesschau ein.

Bundespräsident Horst Köhler ist von der ARD- Tagesschau am Samstagabend umbenannt worden: In dem Beitrag zur Eröffnung der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin blendete der Sender parallel zur Rede des deutschen Staatsoberhaupts den Namen «Klaus Köhler» ein.

«Wir haben schlichtweg einen Fehler gemacht», sagte der Chef vom Dienst der ARD-Nachrichtensendung, Ekkehard Launer, der Deutschen Presse-Agentur dpa in Hamburg. «Im Eifer des Gefechts ist die falsche Schrifteinblendung durchgerutscht.» Normalerweise würden die Schrifteinblendungen vor der Sendung überprüft, das sei diesmal unterblieben, sagte Launer.
Stress vor Sendungsbeginn
Bei der Produktion der Tagesschau um 20 Uhr habe es am Samstag eine «ziemlich turbulente Zeit» gegeben. Viele Sendebeiträge seien erst kurz zuvor eingetroffen und hätten zum Teil stark bearbeitet werden müssen, sagte Launer zum Hintergrund des Fehlers.

In der in die ARD-Mediathek gestellten Samstags-»Tagesschau» war die Panne am Sonntag nicht mehr zu sehen: Der Beitrag über die Leichtathletik-WM war herausgeschnitten. Nicht aber wegen des Köhler-Fehlers, wie ein Sprecher von tagesschau.de auf AP-Anfrage betonte, sondern weil die ARD nur beschränkte Internet-Rechte für den Sportwettbewerb hat.

Zuletzt war der ARD bei der Fußball-EM 2008 ein peinlicher Fehler passiert: In einem «Tagesthemen»-Bericht vor dem Halbfinale zwischen der Türkei und Deutschland war in einer Grafik hinter Moderator Tom Buhrow die Deutschlandfahne in einer falschen Farbreihenfolge zu sehen - «Rot-Schwarz-Gold» statt «Schwarz-Rot-Gold». Kurz darauf war in den «Tagesthemen» eine US-Flagge mit einem Querstreifen zuviel zu sehen. Der NDR zog nach der abermaligen Panne damals personelle Konsequenzen. (dpa/AP/nz)