Millionen sahen neue «heute»-Sendungen :
Zuschauerrekord für's Debüt der «grünen Hölle»
18.07.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Zuschauerrekord für's Debüt der «grünen Hölle»
Wenn ZDF-Moderator Claus Kleber plötzlich auf dem Tisch sitzt, dann muss das neue, «virtuelle» Studio präsentiert werden. Die «heue»-Premieren verliefen ohne größere Pannen, die Debattierlust scheint bei den Zuschauern groß zu sein.
Zu hell, zu weit weg, zu unruhig - das sind nur einige der Kritikpunkte, die das ZDF derzeit in den Onlinekommentaren über sein neues Nachrichtenstudio über sich lesen muss. Nicht alle Meinungsäußerungen zu dem 30 Millionen Euro teuren Neubau in Mainz sind dabei negativ. Und auch die Zuschauerzahlen vom gestrigen Freitag, an dem das 700 Quadratmeter große Studio seine TV-Premiere hatte, zeigen, dass sich die Zuschauer ein eigenes Urteil bilden wollten.
Den Anfang machte ZDF-Moderator Steffen Seibert. 4,11 Millionen Zuschauer sahen seine «heute»-Sendung um 19 Uhr, ein Marktanteil von 21,9 Prozent, wie der Sender später mitteilte. Claus Kleber und Gundula Gause moderierten dann um 22 Uhr das «heute-journal» und mussten offenbar auf Regieanweisung hin schon zahlreiche der neuen Bewegungsmöglichkeiten in der «Grünen Hölle» austesten.
Einmal setzte sich Kleber, bisher der Mann ohne Unterleib, gar auf den langen Tisch, der sich wie eine riesige Theke durch das Studio schwingt.
2,8 Millionen Zuschauer schalteten laut ZDF die Sendung ein. «Ein perfekter Raketenstart. Das war gutes Flugwetter gestern - für Nachrichten mit Weitblick», lobte sich ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender in einem etwas kruden Sprachduktus selber. Laut der Zuschauerredaktion kamen bei den Zuschauern, die sich telefonisch oder per E-Mail meldeten, besonders die neuen Erklärmöglichkeiten mit dreidimensionalen Animationen gut an. Der Live-Chat im Internet mit dem Leiter der ZDF-Hauptredaktion Aktuelles, Elmar Theveßen, und seinen Kollegen von der Technik direkt im Anschluss an die «heute»-Sendung musste laut Senderangaben zeitweise geschlossen werden, weil der Ansturm der Zuschauer im Netz zu groß war. (nz)