25.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Matthias Brandt ab 2010 im Münchner «Polizeiruf»
Die nächsten beiden Folgen des «Polizeiruf 110» aus der bayerischen Hauptstadt werden erst einmal ohne zweiten Ermittler gedreht. Danach kommt eine völlig neue Figur mit einem bekannten Gesicht.
Der Schauspieler Matthias Brandt wird erst 2010 die Nachfolge des verstorbenen Jörg Hube als Ermittler in den Münchner Folgen von «Polizeiruf 110» antreten. In den beiden Folgen, die noch 2009 gedreht werden, spielt wie in der bereits abgedrehten Geschichte mit Hube Stefanie Stappenbeck die Hauptermittlerin, wie der Bayerische Rundfunk am Donnerstag mitteilte. Die beiden Filme mit den Arbeitstiteln «Zapfenstreich» und «Die Lücke, die der Teufel lässt» sollen im Herbst gedreht werden.
Die Drehbücher waren ursprünglich so angelegt, dass Hube hätte mitspielen können, wenn sein Gesundheitszustand es zugelassen hätte, erklärte der BR. Die Redaktion habe seit längerem von der Krebserkrankung des Schauspielers gewusst. Die Neubesetzung ab 2010 sei mit Hube abgestimmt gewesen. Ob Stappenbeck auch ab 2010, dann zusammen mit Brandt, im Münchner Polizeiruf spielt, sei noch offen, hieß es beim BR.
Brandts Rolle sei als völlige Neuschöpfung gegenüber der von Hube gespielten Figur des Friedl Papen geplant. Ein Name für die neue Figur existiere noch nicht. Matthias Brandt ist der jüngste Sohn des legendären Politikers Willy Brandt. Der 47-Jährige ist ein vielfach ausgezeichneter Charakterdarsteller. 2007 und 2009 erhielt er den Grimme-Preis, 2008 die Goldene Kamera. (AP)