24.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
«Handelsblatt»-Verlag streicht 150 Stellen
«Handelsblatt» und «Wirtschaftswoche» hatten die Berater im Haus. Jetzt müssen etliche Mitarbeiter gehen. Dem Medienhaus zufolge hat das einen ganz simplen Grund: die Krise.
In der Verlagsgruppe Handelsblatt sollen 150 Arbeitsplätze abgebaut werden. Unternehmenssprecher Christian Ickstadt bestätigte, dass die Mitarbeiter des Verlagshauses am Mittwochmorgen in Düsseldorf über die Pläne informiert wurden. Der Stellenabbau betreffe alle Verlagsbereiche und damit auch die Redaktionen der Wirtschaftstitel «Handelsblatt» und «Wirtschaftswoche».
Außer der generellen Wirtschaftslage gebe es für die Maßnahme keine speziellen Gründe, sagte Ickstadt. Die Pläne seien das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung OC&C. Insgesamt beschäftigt die Handelsblatt-Gruppe nach eigenen Angaben rund 1000 Mitarbeiter. Im März hatte das Unternehmen noch von 40 Stellenstreichungen gesprochen.
Die Verlagsgruppe Handelsblatt war bis 1. Juni Teil der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Diese hatte 2008 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen von 165 Millionen Euro vorgelegt. Zum 1. Juni hatten die Halbbrüder Stefan und Dieter von Holtzbrinck die Publikationen des Unternehmens neu aufgeteilt. Die Verlagsgruppe Handelsblatt sowie die Berliner Tagesspiegel-Gruppe gehören nun zur Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH. Beide Brüder halten 50 Prozent am Zeit-Verlag, in dem die Wochenzeitung «Die Zeit» erscheint. (epd)