Hausbesetzer nehmen eine Geisel: 

netzeitung.de«Bernd das Brot» in Erfurt entführt

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Hausbesetzer nehmen eine Geisel 

Lupe «Bernd das Brot» in Erfurt entführt

Auch das noch, wird sich Bernd, das Brot denken. Der Griesgram aus dem Kinder-TV ist Opfer eines lokalen Politstreits. Sein Chef findet: Man hätte Bernd zumindestens vorher fragen müssen.

Der Star des Kinderkanals «Ki.Ka», «Bernd das Brot», ist von seinem Werbe-Platz am Erfurter Rathaus entführt worden. Dei Stadtverwaltung merkte am gestrigen Mittwoch, dass die über zwei Meter großen Kunststofffigur fehlt, hieß es aus der Kulturdirektion. Das grummelige Kastenbrot warb seit Herbst vergangenen Jahres in der Altstadt für den «Ki.Ka», der in Erfurt seinen Sitz hat.

Schuldig bekannt haben sich Hausbesetzer, gegen nun von der Landeshauptstadt Anzeige erstattet wurde. In ihrem Bekenner-Schreiben hieß es, dass «Bernd das Brot» zu gegebener Zeit wiederkommen werde. Die Verhandlungen mit Hausbesetzern, die auf dem Gelände einer in NS-Verbrechen verstrickten ehemaligen Firma leben, waren in der vergangenen Woche gescheitert. Die Stadt Erfurt hatte bis zuletzt versucht, den Hausbesetzern eine andere Immobilie anzubieten, was diese aber ablehnten.

«Das macht man nicht! Man hätte ihn fragen müssen, aber selbst dann hätte er sicherlich nicht zugestimmt. Bernd will nicht entführt werden. Er findet Entführungen 'Mist' und ganz besonders seine eigene. Alles was er will, ist wieder an seinen angestammten Platz zurück gebracht zu werden. So ist es nun mal. Und darum: Wenn überhaupt, dann gehört Bernd den KI.KA-Zuschauern, und die wollen ihn auf alle Fälle zurück. Soviel steht fest», sagte Steffen Kottkamp, Programmgeschäftsführer des «Ki.Ka», dazu. (nz/dpa)