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Zuschlag für die ARD: 

Sportschau: Bundesliga künftig auch sonntags

28. Nov 2008 13:57
Sportschau-Moderatorin Monika Lierhaus
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Ab der Saison 2009/2010 gibt es einige Neuerungen für Fans der Fußball-Bundesliga. Neben einer Sonntag-Ausgabe der Sportschau wird es ein Top-Spiel am Samstagabend geben.

Die Vereine der 1. und 2. Fußball- Bundesliga erhalten von der Saison 2009/2010 an durchschnittlich 412 Millionen Euro pro Jahr aus der Vermarktung der Medienrechte. Das teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Freitag in Frankfurt/Main mit. Das Gesamtvolumen des bis 2013 laufenden Vertrages beläuft sich auf 1,65 Milliarden Euro. Bisher erhielten die Proficlubs nach DFL- Angaben durchschnittlich rund 405 Millionen Euro pro Spielzeit.

Die Pay-TV-Rechte blieben bei Premiere. Der Preis bewegt sich nach Angaben des Senders vom Freitag zwischen rund 225 Millionen Euro für die Saison 2009/2010 bis zu etwa 275 Millionen Euro für die Saison 2012/2013. «Wir freuen uns darauf, die 17-jährige Partnerschaft mit der DFL fortzusetzen», erklärte Premiere-Vorstandsvorsitzender Mark Williams laut einer Pressemitteilung. Man habe «für die kommenden Jahre die wichtigsten Rechte für unsere Kunden gesichert».

Zu den Neuerungen zählt, dass die ARD-Sportschau nicht nur wie bisher am Samstag (18.30 Uhr), sondern auch am Sonntag von 21.45 Uhr an eine Zusammenfassung der Spiele des Tages sendet. In dieser Saison werden die Free-TV-Bilder der Sonntagsspiele beim DSF gezeigt. Neu ist zudem, dass eine Erstliga-Partie am Samstag ab 18.30 Uhr angepfiffen und bei Premiere übertragen wird. Dadurch zeigt die ARD am Samstag in der Zusammenfassung fünf, statt wie derzeit noch sechs Spiele. Die beiden Begegnungen am Sonntag werden um 15.30 und um 17.30 Uhr zunächst bei Premiere live gezeigt. Bisher finden die Partien parallel um 17.00 Uhr statt. Die Zusammenfassungen der 2. Bundesliga werden am Freitag und Sonntag ebenso wie das Montagsspiel im DSF übertragen.

DSF zufrieden

«Der Zuschlag für die ARD ist eine Entscheidung für die Zuschauer; das Erste ist und bleibt das Bundesliga-Programm», sagte ARD- Programmdirektor Volker Herres. Man sei «mit dem Verhandlungsergebnis aus programmlicher und wirtschaftlicher Sicht sehr zufrieden», hieß es in einer Pressemitteilung der ARD. Auch das DSF äußerte sich zufrieden und wertete die DFL-Entscheidung als großen «Vertrauensbeweis in unsere anerkannte Sport- und Fußballkompetenz».

«Wir haben in einer schwierigen Lage für den Profi-Fußball ein vorzeigbares Ergebnis erzielt», sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball. Nach DFL-Angaben will der Ligaverband nun «mit allen rechtlichen Möglichkeiten» gegen die Vorgaben des Kartellamtes in Bezug auf die Zentralvermarktung vorgehen. «Es kann nicht sein, dass wir durch behördliche Maßnahmen bis hin zur Programm-Planung stärker eingeschränkt werden als alle anderen Ligen in Europa. Wir brauchen in dieser Hinsicht eine grundlegende Klärung», sagte Rauball. (dpa)

 
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